Zur Bedeutung des ppm-Wertes…

Zweifellos ist die Angabe „ppm“ eine in der Wissenschaft genügend anerkannte und bekannte Maßeinheit, aber es wird nicht ohne Grund von internationalen Normungsgremien (die nur allgemein und nicht im Hinblick auf kolloidales Silber entscheiden) empfohlen, sie nicht mehr zu verwenden.

Der ppm-Wert (Parts per Million)

ist eine Angabe für sehr geringe Stoffkonzentrationen. Ein ppm bedeutet also 1 Teil pro Million! Bei einer Gewichtsangabe in kg oder Volumenangabe in Liter bedeutet 1 ppm (parts per million) = 1 Millionstel = 0,0001% = 1 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) bzw. 1 Milliliter pro Kubikmeter (ml/m3)
Ob die Angaben in ppm gewichts- oder volumenbezogen sind, hängt vom jeweiligen Kontext ab. Dieser Wert sagt aber nur aus, wie viel Teile auf eine Million Teile fallen.

Beispiel

Wir stellen uns einen Topf mit exakt 1 Million grüner Erbsen vor. In diesen Topf geben wir nun genau 1 gelbes Maiskorn hinzu. Frage: wieviel ppm haben wir? Die Antwort ist natürlich einfach, wir haben dann genau 1 ppm Mais!

Nun nehmen wir das Maiskorn wieder heraus und zerteilen es mit einem Messer in zwei Hälften und geben die beiden Hälften wieder in den Topf mit 1 Million grüner Erbsen.
Frage: wieviel ppm haben wir nun? Nach der Definition der ppm haben wir nun genau 2 ppm Mais!
Wie man leicht sieht, kann man obigen Vorgang mehrmals wiederholen und den ppm-Wert stetig erhöhen. Nur, die Menge an Mais wird nicht erhöht! Sie bleibt in obigem Beispiel gleich. Wenn also kleinste, sowie große und auch „riesige“ Partikel gleichermaßen „als 1 Partikel“ zählen, ist es eine Tatsache, daß der ppm-Wert eines Silber-Kolloids absolut nichts über den Silbergehalt aussagt. Die IEC (=internationales Normungsgremium im Bereich Elektrotechnik) empfahl schon 1978, das ppm zu vermeiden. Damit soll vor allem der Gefahr von Missdeutungen bei den analog gebildeten Begriffen ppb und ppt vorgebeugt werden; denn „billion“ und „trillion“ bedeuten im englischen und amerikanischen Sprachgebrauch jeweils verschiedene Zahlen. Insoweit sind diese Umrechnungen allein schon mit großer Vorsicht zu genießen.

Das Gerücht…

Es hält sich im Web eisern etwa folgende Aussage: „Man könne für ungefähr 40 Euro in einem entsprechenden Labor eine Probe Kolloidal-Silber auf den ppm-Wert untersuchen lassen.“
Das wurde nun recherchiert, mit dem Ergebnis, daß es unwahr ist. Es konnte kein einziges Labor in Europa gefunden werden, das überhaupt jemals solch eine ppm-Wert Bestimmung gemacht hat und folglich imstande wäre, derzeit diese Untersuchung „routinemäßig“ durchzuführen.
Zweifellos kann ein Labor das machen, vorausgesetzt, es verfügt über die nötige Ausstattung, z.B. ein Ultramikroskop. Es konnte aber auch bei den Recherchen kein Labor gefunden werden, das über ein Ultramikroskop verfügt.
Nach Auskunft eines führenden Mitarbeiters von Eurofins (ein europaweit arbeitendes Laborkonsortium) sind solche Labore im europäischen Raum nicht bekannt. Forscht man bei der Suche weiter nach, hört man noch, es gäbe irgendwo in den USA ein einziges, derartiges Labor. Aber nähere Angaben waren dazu bisher auch nicht zu bekommen. (Stand Oktober 2016)