Die nachfolgenden Behandlungen beinhalten ein zweistufiges Modulationsprinzip; wobei die erste Stufe (=Sequenz) i.d.R. einen reinen neuralen Ansatz verfolgt („Ruhe schaffen”) und die zweite Stufe (=Sequenz) gezielt therapeutisch in das neuro-muskuläre Zusammenspiel eingreift. Die zweite Stufe kann so therapeutisch sinnvoll auch einige Male in derselben Sitzung nacheinander angewandt werden – sogar bis zu einer Stunde.

Die abgebildeten Behandlungskarten zeigen die Elektrodenplatzierung und die Einstellung der einzelnen Modulationssteller graphisch an.
Die jeweilige für die Indikation bzw. für das Therapieziel relevante Einstellung der Steller wird nun gemäß der Markierungen vorgenommen, die auf den Behandlungskarten angegeben sind.

Die Intensität kann so eingestellt werden, daß die jeweilige Strom-Lampe leuchtet, oder nach Gefühl auch stärker.
Leerer Kreis: Einstellung für die 1. / (Start-)Sequenz der Behandlung
Halbgefüllter Kreis: Einstellung für die 2. (bzw. 1.) Sequenz der Behandlung
Vollfarbiger Kreis: Einstellung für die 3. (bzw. 2.) Sequenz der Behandlung

Zu Beginn der Behandlung alle Steller auf 1. Sequenz – bzw. wenn markiert auf die Start-Sequenz – stellen und dann mit Therapiestärkesteller anschalten. Nach Ablauf der Behandlungszeit (Piepton) das Gerät abschalten und die notwendigen Steller neu auf die Markierungen der Folgesequenz stellen. Danach das Gerät erneut anschalten. Die letzte Sequenz kann – wenn notwendig – direkt folgend noch einmal wiederholt werden.

Elektrodenplatzierung

Die Elektroden müssen mindestens 2 cm Abstand zueinander haben. Es sollen möglichst große Elektroden verwendet werden, da es sich um eine tiefenwirksame Volumendurchströmung handelt. Das zu behandelnde Areal liegt dabei stets unter und zwischen beiden Elektroden; d.h. die Elektroden sind möglichst mit etwas Abstand distal und proximal des zu sanierenden oder therapierenden Areals zu platzieren.

Gewebstrauma (Schwellungen)

Behandelbar sind die gemischt vorliegenden gewebstraumatischen Läsionen, die aus spontan einwirkenden Zerrungen oder Stauchungen oder Prellungen, z.T. mit folgenden Schwellungen und Gewebsergüssen einhergehend, hervorgerufen werden.
Die Elektroden sollten großflächig und Volumen erfassend im Sinne einer Volumendurchströmung platziert werden. Das zu behandelnde Areal muss direkt zwischen den Elektroden liegen, damit der traumatische Bereich samt Anhangsgebilden tiefenwirksam durchströmt wird.
Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.

 

GeIenk-Anhangs-ÜberIastung (Tennisellbogen)

Behandelbar sind die gemischt vorliegenden Gelenk- und Muskelansatzbeschwerden, die aus z.T. sogar entzündlichen Überbelastungen im Ellbogengelenkbereich hervorgerufen werden. Die FlexiTroden werden am Oberarm und am Unterarm im Sinne einer Volumen-Durchströmung fixiert, damit der ganze Gelenk- und Muskelansatzbereich durchströmt wird.

Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.

Gelenkirritation

Behandelbar sind die gemischt vorliegenden Gelenk- und Muskelansatzbeschwerden, die aus spontan einwirkenden Zerrungen dieses Gelenkapparates hervorgerufen werden.
Die Elektroden sollten großflächig und Volumen erfassend im Sinne einer Querdurchströmung
platziert werden. Das zu behandelnde Areal muss unter und zwischen den Elektroden liegen, damit
der ganze Gelenk- und Muskelansatzbereich quer und tief durchströmt wird.

Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.

 

Lumboischialgie (Hexenschuß)

Behandelbar sind die gemischt vorliegenden Gelenk-, Nerven- und Muskelbeschwerden, die
aus starken bzw. spontanen einseitigen Überbelastungen im Lumbalbereich („Kreuz“ / „Hexenschuss“) hervorgerufen werden. Die Zentral-Elektrode sollte 10×10 cm Größe haben – an den Extremitäten werden links und rechts im Sinne einer bilateralen Durchströmung je eine FlexiTrode platziert. Es wird ein 3er-Kabel verwendet, wobei das schwarze Kabel mit der Zentralelektrode und die beiden gleichfarbenen Kabel mit je einer FlexiTrode verbunden werden. Somit wird der ganze Lumbal-/Bein-Gürtel komplett durchströmt.

Beispiel Anschluß 3er Kabel:

Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.

Regeneration

Behandelbar sind die gemischt vorliegenden Muskelketten aus Halte- und Bewegungsmuskulatur mit vorliegenden Verspannungen und ggf. aufgetretenen Mikroverletzungen und ansatzmäßig vorhandene Gewebs-Läsionen, die aus Überlastungen hervorgerufen wurden.

Die Elektroden sollten großflächig und die Muskelketten erfassend im Sinne einer dem Verlauf folgenden Volumendurchströmung platziert werden. Das zu behandelnde Areal muss unter und zwischen den Elektroden liegen, damit der zu regenerierende Bereich tiefenwirksam durchströmt wird. Es wird ein 3er-Kabel verwendet, wobei das schwarze Kabel mit der Zentralelektrode über der Wirbelsäule platziert und die beiden gleichfarbenen Kabel mit je einer FlexiTrode verbunden, kommen weit distal an den Extremitäten zum Einsatz.

Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.

Rückendysbalancen (einseitige Fehlbelastung)

Behandelbar sind die gemischt vorliegenden Rückenmuskelbeschwerden, die aus Dysbalancen
und Atrophien hervorgerufen werden. Die Elektroden sollten möglichst die Größe 5 x 13 cm haben und werden tief im Kreuzbereich und hoch im Nackenbereich quer, also über der Wirbelsäule liegend und seitlich übertretend fixiert bzw. geklebt, damit sie gut die beiden seitlichen Nerven- und Muskelstränge mit erreichen.

Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.

Schulter-Arm-Syndrom (z. B. bei Ringern und Golfern)

Behandelbar sind die gemischt vorliegenden Gelenk-, Nerven- und Muskelbeschwerden, die aus staken bzw. chronischen Überbelastungen im ganzen Schulter-Arm- Bereich (oberer Bewegungsgürtel) hervorgerufen werden. Die Zentral-Elektrode sollte 10×10 cm Größe haben – an den Extremitäten werden links und (rechts im Sinne einer bilateralen Durchströmung) je eine FlexiTrode platziert. Es wird ein 3er-Kabel verwendet, wobei das schwarze Kabel mit der Zentralelektrode über der Wirbelsäule platziert und die beiden gleichfarbenen Kabel mit je einer FlexiTrode verbunden. Somit wird der ganze Schulter-/Arm-Gürtel komplett durchströmt.

Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.

Leistungssteigerung

Ansprechbar sind die Muskelketten im bilateralen Bewegungsgürtel bzw. im Bauchmuskelbereich in ihrem ganzen funktionellen Verlauf. Die Elektroden sollten großflächig und die Muskelketten erfassend im Sinne einer dem Verlauf folgenden Volumendurchströmung platziert werden. Das zu behandelnde Areal muss
direkt zwischen den Elektroden liegen, damit der zu trainierende Bereich tiefenwirksam durchströmt wird. Es wird ein 3er-Kabel verwendet, wobei das schwarze Kabel mit der Zentralelektrode entsprechend zentral platziert und die beiden gleichfarbenen Kabel mit je einer FlexiTrode weit distal an den Extremitäten oder am Becken zum Einsatz.

Diese Therapie kann innerhalb einer Anwendung in der Stufe II auch mehrfach verlängert werden – bis zu 60 Minuten.
Vorteilhaft ist es während der Anwendung auch die funktionelle, sportspezifische Bewegung durchzuführen, weil hierdurch die besonders belastenden Stellungen leicht gespürt werden und dann durch „Einfrieren“ dieser Stellung intensiv behandelt werden können.